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Antimykotika

Antimykotika sind Arzneistoffe, die bei Infektionen mit humanpathogenen Pilzen (Mykosen) angewendet werden. Die Wirkstoffgruppe der Antimykotika umfasst Wirkstoffe, die zur Behandlung bei Infektionen mit humanpathogenen Pilzen (Mykosen) angewendet werden. Sie werden als systemisch oder topisch wirkende Wirkstoffe klassifiziert. Topische (direkt auf die betroffene Stelle aufzubringen) Antipilzmittel werden örtlich angewendet. Das Medikament wird in Form von Salbe, Creme, Spray oder Nagellack auf die betroffenen Körperstellen gegeben. Systemische Präparate werden über den Mund eingenommen (in Form von Tabletten, Saft) oder über Spritzen direkt in die Blutgefäße gegeben. Hier wirkt das Produkt im ganzen Körper. Sie werden meist für Pilzinfektionen im inneren angewendet, die z.B. Leber, Gehirn, Darm oder Lunge betreffen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ein Hautpilz/Nagelpilz nicht auf eine örtliche Behandlung anspricht oder sich weiter verbreitet. Hier würden diese Präparate auch zum Einsatz kommen. Antipilzmittel werden je nachdem für bestimmte Pilzarten (Schmalspur-Antimykotika) oder mehrere verschiedene Pilze (Breitband-Antimykotika) verwendet. Ein Antipilzmittel richtig anzuwenden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z.B. der Form (Salbe, Tabletten), der Art und der Schwere der Infektion. Wichtig ist die richtige Anwendung, die Ihr Arzt oder die Packungsbeilage beschreibt. Antimykotika sind Medikamente, welche bei Pilzinfektionen zum Einsatz kommen. Häufige Pilzinfektionen sind allgemeine Hautpilze, Fuß- und Nagelpilz, Scheidenpilz oder andere Pilzinfektionen im Intimbereich. Auch innere Organe können betroffen sein. Die Gabe eines Antimykotikums ist als Tablette oder direkt als Salbe, Creme, Lack zum Aufragen auf die infizierten Körperbereiche, möglich. Unerwünschte Nebenwirkungen sind beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, wenn sie innerlich angewendet werden und allergische Reaktionen durch innerliche oder äußerliche Anwendung. Es gibt etwa 100 verschiedene Pilzarten, die sich in 3 Gruppen aufteilen lassen. Prinzipiell leben auf einem gesunden Körper auch Pilze, allerdings können diese, wenn sie überhand nehmen, zu Erkrankungen führen. Die jeweiligen Pilsgruppen führen zu unterschiedlichen Infektionen: Hefepilze: Das sind Pilze der Gattung Candida, wie z.B. Candida albicans. 90% aller Pilzinfektionen der Scheide und des Darms, sowie Mundsoor lassen sich auf diese Pilzart zurückführen. Dermatophyten: Infizieren die Haut und zur Haut gehörenden Teile. Hierzu zählen Fuß- bzw. Nagelpilz. Schimmelpilze: Können die Haut und Nägel, Magen-Darm-Trakt, Lunge und Nervensystem befallen. Pilze weisen ähnliche Strukturen zu menschlichen Zellen auf. Daher ist es wichtig, dass Antimykotika vor allem an den Strukturen angreifen, welche sich von den menschlichen Strukturen unterscheiden. In der Regel wirken Antimykotika auf Bestandteile der Zellmembran des Pilzes. Das ist eine schützende Zellschicht, welche den Pilz umgibt und so nicht im menschlichen Körper vorkommt. Somit besteht keine Gefahr, dass das Antimykotikum körpereigene Strukturen angreift. Ein Beispiel dafür ist die Hemmung der Ergosterol-Herstellung. Ergosterol ist ein spezifischer Bestandteil der Pilzmembran und dafür zuständig, diese zu stabilisieren. Manche in Antimykotika vorkommenden chemischen Verbindungen wie Azole oder Thiocarbanate hemmen die Herstellung von Ergosterol. Allylamine, darunter Terbinafin oder Naftifin, wirken hingegen auf die Bildung von Ergosterol-Vorstufen. Das Antimykotikum Ciclopirox hingegen hemmt die Funktion von Enzymen, welche wichtig für die Produktion von Zellbestandteilen sind. Grundsätzlich unterscheiden sich zwei Wirkweisen von Antimykotika. Einige wirken fungizid, das heißt sie töten die Pilze direkt ab. Andere wirken fungistatisch, somit ist die Vermehrung und das Wachstum der Pilze nicht mehr möglich. Wie werden die einzelnen Wirkstoffe von Antimykotika eingeteilt? Antimykotika lassen sich in verschiedene Klassen einteilen. Hier ein kleiner Einblick: Polyene: Sie durchlöchern die Membran der Pilzzellen und diese Zelle können sich nicht weiterentwickeln. Zu diesen Polyenen gehören Nystatin, Amphotericin B und Natamycin Imidazol: Sie stören die Verknüpfung von Ergosterin (einem Pilzzellmembranbestandteil). Dies verhindert die Vermehrung der Pilze. Zu dieser Gruppe gehören Clotrimazol, Micoazol, Econazol, Ketaconazol Triazole: Wirken gleich wie die Imidazole. Hierzu gehören Itraconazol, Fluconazol, Fosfluconazol, Vorikonazol. Allylamine: Gleiche Wirkung wie Imidazole. Hierzu gehören Naftifin, Tebinafin Morpholine: Gleiche Wirkung wie Imidazole. Amorolfin ist der passende Wirkstoff. Wie und für welche Beschwerden werden Antipilzmittel verwendet? Topische (direkt auf die betroffene Stelle aufzubringen) Antipilzmittel werden örtlich angewendet. Das Medikament wird in Form von Salbe, Creme, Spray oder Nagellack auf die betroffenen Körperstellen gegeben. Systemische Präparate werden über den Mund eingenommen (in Form von Tabletten, Saft) oder über Spritzen direkt in die Blutgefäße gegeben. Hier wirkt das Produkt im ganzen Körper. Sie werden meist für Pilzinfektionen im inneren angewendet, die z.B. Leber, Gehirn, Darm oder Lunge betreffen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ein Hautpilz/Nagelpilz nicht auf eine örtliche Behandlung anspricht oder sich weiter verbreitet. Hier würden diese Präparate auch zum Einsatz kommen. Antipilzmittel werden je nachdem für bestimmte Pilzarten (Schmalspur-Antimykotika) oder mehrere verschiedene Pilze (Breitband-Antimykotika) verwendet. Ein Antipilzmittel richtig anzuwenden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z.B. der Form (Salbe, Tabletten), der Art und der Schwere der Infektion. Wichtig ist die richtige Anwendung, die Ihr Arzt oder die Packungsbeilage beschreibt.

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